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WELT 11. Juli 2025, 07.27 Uhr Nach dem Überfall der Wehrmacht auf die Sowjetunion (Dobrowolski: 'Lange schon hoffte ich, dass Deutschland mit Russland in den Krieg treten würde') wurde er eingezogen und meldete sich, obwohl als verurteilter Straftäter nur zugelassen zum Dienst in der Etappe, freiwillig zur Front – um überzulaufen. Das tat er eigenen Angaben zufolge am 4. August 1941. Die nächsten sechs Wochen arbeitete er bei einer SS-Panzereinheit (offenbar der Waffen-SS-Division 'Wiking') als Dolmetscher und kümmerte sich um erbeutete sowjetische Fahrzeuge. Ausdrücklich heißt es im Lebenslauf: 'Nahm persönlich am Einsatz gegen Kiew und an der Vernichtung der Juden teil.' Anschließend „half“ er mit anderen ehemaligen Rotarmisten bei der 'Bekämpfung der Partisanen' – zu dieser Zeit gleichbedeutend mit massenhafter Erschießungen meist von Juden. Anfang 1942 wechselte er als 'Hiwa-Inspektor', also als Offizier der ukrainischen Hilfswachmannschaft, in den Dienst der Feldkommandantur 197 unter dem Oberstleutnant Münchau. Ab dem 1. August 1942 firmierte er als 'Haupt-V-Mann' mit der Nr. 30 für die Nachrichtenabteilung (Ic) bei Befehlshaber des Heeresgebietes Süd in der besetzten Ukraine und berichtete über (echte oder angebliche) Aktivität von sowjetischen Partisanen. ...
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