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junge Welt 12. Juli 2025 „Eine passende Herberge für das Wochenende in Mühlhausen fanden wir in der Pension 'Zum Ewigen Rath'. Das Haus in der Altstadt ist benannt nach der revolutionär-demokratischen Kommune, die die Führer des Bauernheeres um Thomas Müntzer und Heinrich Pfeiffer vor 500 Jahren in der thüringischen Stadt ausriefen. Und da grüßt schon der Magister Müntzer von der Wand des mittelalterlichen Eingangsgewölbes. Von hier sind es nur wenige hundert Meter zur Marienkirche, in der der radikale Theologe als Pfarrer gewirkt hatte. Seit 1975 befindet sich dort die Müntzer-Gedenkstätte. Doch die kleine Dauerausstellung am historischen Ort fiel in diesem Jahr ausgerechnet der Thüringer Landesausstellung 'Freiheyt 1525: 500 Jahre Bauernkrieg' zum Opfer. Denn der Bereich in St. Marien widmet sich der bäuerlichen Gesellschaft zu Beginn des 16. Jahrhunderts – für Müntzer ist da neben Sensen, Borstenvieh und Kirchweih kein Platz. Der Prediger findet sich dann als Pappfigur neben anderen Köpfen seiner Zeit wie Martin Luther und Götz von Berlichingen im zweiten Abschnitt der Ausstellung zu den Ereignissen der Jahre 1524/25 im nahen Bauernkriegsmuseum. Statt die nicht besonders tiefgehenden Texttafeln zu lesen, kann man sich an der Museumskasse auch das Mosaik-Heft 'Unruhige Zeiten' holen, um mit den Abrafaxen die Triebkräfte der Umwälzung zu erkunden. ... |
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