![]() |
||||
|
nd-aktuell 22. November 2025, 16.56 Alle anderen mussten im Eingang und auf der Straße warten. Nur Rüdiger Deißler, Bezirksverordneter der Linken in Charlottenburg-Wilmersdorf, hat spontan die Idee, sich in dem Raum rechts vom Eingang in einem Sessel niederzulassen. Er lotst einige andere Leute dorthin, weil es da angenehm warm ist. Unter freiem Himmel liegt die Temperatur nur knapp über dem Gefrierpunkt. Deißler gehört zu den Genossen, die gegen den Parteiausschluss von Kilani sind. Insgesamt an die 70 Menschen hatten sich um 11.30 Uhr zu einer Solidaritätskundgebung vor dem Karl-Liebknecht-Haus versammelt. Ungefähr jeder dritte trug eine Kufiya – so die korrekte Bezeichnung für das früher oft als Palästinensertuch bezeichnete Stück Stoff. Zeitweise setzte sich auch ungefähr ein Drittel der Kundgebungsteilnehmer auch eine Ramsis-Kilani-Maske auf als Zeichen, dass mit dem Parteiausschuss alle gemeint seien, die in dieser Frage der Linie der Linken nicht folgen wollen. Mit Palästina dürfe man für die Linke nur zu deren Konditionen solidarisch sein, hatte während der Kundgebung eine Rednerin sarkastisch bemerkt. Solidarisch dürfe man gern mit den Frauen und Kindern im Gazastreifen sein, inzwischen auch Völkermord sagen. Aber Solidarität mit dem militanten Widerstand, mit den Palästinensern, die zu den Waffen greifen, das sei leider nicht erlaubt – und das bei der Partei der Revolutionäre Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, beklagt die Rednerin. Ramsis Kilani habe die 'Grenze des Sagbaren' überschritten. ... |
' |
|
| |