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Zaklin Nastic 03. Januar 2025 „Venezuela: Das ist kein ´Anti-Drogen-Einsatz´. Das ist Krieg. Die USA bombardieren ein souveränes Land, greifen Städte an und entführen einen amtierenden Präsidenten – und verkaufen das der Welt als Ordnungspolitik und Kampf gegen Drogenhandel. Niemand sollte sich täuschen lassen: Es geht nicht um Drogen. Nicht um Sicherheit. Nicht um Demokratie. Es geht um einen Regimechange: um Öl, geopolitische Kontrolle und die alte koloniale Logik: Wer Ressourcen besitzt, aber nicht spurt, wird militärisch angegriffen. Die Gefangennahme des amtierenden Präsidenten Maduro ist ein ungeheuerlicher Akt. Das ist keine Festnahme, das ist eine Entführung. Kein internationales Mandat, kein UN-Beschluss, kein Kriegsrecht – sondern die gewaltsame Verschleppung eines Staatsoberhaupts durch eine fremde Macht. Würde ein anderes Land den Präsidenten eines westlichen Staates außer Landes bringen, wären die Begriffe sofort klar: Terrorismus. Kriegsverbrechen. Angriffskrieg. Ein Angriff auf Venezuela ist ein Angriff auf das Völkerrecht. Würden Russland oder China so handeln, stünde das Wort Angriffskrieg in jeder Schlagzeile. Schon 2019 versuchte die Trump-Regierung offen, einen Regimewechsel in Venezuela zu erzwingen: mit einem selbsternannten ´Interimspräsidenten´, mit Sanktionen, wirtschaftlicher Erstickung und direkter Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates. Damals scheiterte der Regimechange. Das ist imperiale Gewalt im 21. Jahrhundert – brutal, offen und ohne jede rechtliche Legitimation. Wer das relativiert oder schweigend hinnimmt, verabschiedet sich vom Völkerrecht. Und akzeptiert eine Weltordnung, in der nicht Recht gilt, sondern das Recht des Stärkeren. Es braucht eine klare Verurteilung dieser Taten seitens der Bundesregierung! Wir dürfen gespannt sein, ob hier mit gleichen Standards wie bei Russland agiert und argumentiert wird. Ob Wirtschaftssanktionen gegen den Aggressor USA gefordert werden? Eine Absage der Fußball-WM in den USA folgen wird? Oder gar gefordert wird, Waffen an Venezuela zur Selbstverteidigung zu liefern. Wir dürfen gespannt sein.“
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