NachDenkSeiten

07. Januar 2026, 09.00 Uhr

"Die Europäer zeigen sich verwundert. Nachdem sie – etwa in der Haltung von Bundeskanzler Friedrich Merz – den völkerrechtswidrigen und unprovozierten Angriffskrieg der USA gegen Venezuela sowie die gewaltsame Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro mit der Einschätzung, ´die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex´, zu rechtfertigen versuchten, drängt US-Präsident Donald Trump nun darauf, als Nächstes Grönland aus dem dänischen Staatsverbund zu lösen und zu annektieren. Die verdeckte Komplizenschaft der EU mit den USA erweist sich jedenfalls als nutzlos, falls sie eigentlich Schutz vor eben diesen USA bieten sollte.

Ähnlich wie im Fall Venezuelas unternimmt die USA kaum Anstrengungen, überzeugende Begründungen für eine Intervention vorzulegen. Die Begründungen der Völkerrechtsbrüche stehen auf tönernen Füßen. So wird bereits im Prozess gegen Maduro in den USA der Vorwurf, er sei Mitglied eines Drogenkartells, relativiert. Und Trumps Behauptung, gerade seien in Grönland überall russische und chinesische Schiffe und deshalb brauche man Grönland für die nationale Sicherheit, bemüht sich gar nicht erst um Fakten.

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