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Berliner Zeitung .28. Januar 2026, 08.51 Uhr „Die 'Benliner Zeitung' druckt Gerhard Schröder – Skandal! Postwendend moniert der Außenminister des fernen Estland am Finnischen Meerbusen russischer Willkür ausgeliefert, den 'heimtückischen Versuch' des Altkanzlers, Europa zu spalten. Offensichtlich hat der estnische Außenminister von Europa keine hohe Meinung. Oder ist Schröders Warnung vor einer Dämonisierung der 143 Millionen Russen und ihres Staats wirklich ein Grund, sich um den Kontinent zu sorgen? Vielleicht weil er obendrein behauptet, Russland sei kein ewiger Feind. Die Nervosität, wenn man auch nur mit dem Fingernagel am Feindbild kratzt, kommt nicht von ungefähr. Sie spiegelt die Unsicherheit einer politischen Klasse, die nicht nur den Verteidigungskrieg der Ukraine unterstützt, sondern ihren eigenen, hybrid-ideologischen Krieg gegen Russland führt. Unsicherheit, weil sie rätseln muss, in welchem Ausmaß die Völker diese Politik noch tragen. Die Zweifel kennt man in Brüssel, man kennt sie in den Hauptstädten und in den Redaktionen. Hartnäckig hält sich beispielsweise die Überzeugung, der Westen habe durch seine jahrelange Osterweiterung zur Eskalation der Spannungen beigetragen. Gerhard Schröder, der den völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieg klar als solchen benennt, erinnert an die Ereignisse um die ukrainische Nato-Kandidatur 2008. ...
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