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junge Welt 14. Februar 2026 Von Carmela Negrete „Am 15. Februar 1966 starb Camilo Torres Restrepo. Der Priester und Guerillakämpfer der Nationalen Befreiungsarmee ELN, fiel bei einem Gefecht in der kolumbianischen Region Santander. Sein Leichnam wurde damals offenbar mit Formalin konserviert und soll nun der Universidad Nacional von Kolumbien in Bogotá übergeben werden, damit er dort in einer Art Mausoleum aufbewahrt wird. Dagegen gab es Proteste von Professoren und Studenten, vor allem aus der rechten Opposition, die beklagen, dass Kolumbien derzeit einen polarisierenden Moment erlebe und es viele Opfer bewaffneter Konflikte gebe. Denn trotz linker Regierung, einem Friedensabkommen mit der Guerillagruppe FARC und mancher sozialer Fortschritte herrscht in Kolumbien weiterhin alles andere als Frieden. Eine Abspaltung der ELN ist ebenfalls dafür mitverantwortlich. Es ist ein Krieg, der bereits sechs Jahrzehnte andauert, inzwischen Hunderttausende Opfer forderte und bei dem auch internationale Firmen eine Rolle spielten, insbesondere bei der Vertreibung und Ausbeutung der ländlichen Bevölkerung. Die Universität begründet ihren Schritt, Torres’ Leichnam aufbewahren zu wollen, damit, dass sie sich für »pluralistisches Denken und die Suche nach Frieden« einsetze. Man wolle die sterblichen Überreste aufnehmen wegen der historischen Bedeutung des Befreiungstheologen als Dozent für urbane Soziologie und Sozialarbeit sowie als Mitbegründer des Fachbereichs Soziologie im Jahr 1960. ...
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