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Ostdeutsche Allgemeine 23. April 2026, 12.13 Uhr Von Florian Warweg Pahlavi selbst nutzte seinen Auftritt für eine maximal zugespitzte Botschaft: Im Iran herrsche seit 47 Jahren ein Krieg des Regimes gegen das eigene Volk. Die Frage sei nicht, ob der Wandel komme, sondern nur, wie viele Iraner noch sterben müssten, bis der Westen aufhöre zuzusehen. Die Rede war durchzogen von drastischen Schilderungen, moralischen Appellen und einem klaren politischen Ziel: Regimewechsel. In scharfen Worten warf Pahlavi dem Regime Massenmord, systematische Repression und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Mehrfach nannte er die Zahl von 40.000 getöteten Demonstranten und Zivilisten. Sie bildete den Kern seiner Anklage. Eine konkrete Quelle für diese Zahl nannte er in der Pressekonferenz allerdings nicht. Auch mehrere besonders grausame Einzelfälle, die er schilderte, blieben im Rahmen der Veranstaltung nicht überprüfbar. Seine Vorwürfe richteten sich jedoch nicht nur gegen Teheran. Ebenso deutlich griff er Europa und westliche Regierungen an. Diese hätten das Regime über Jahrzehnte „beschwichtigt“, statt an der Seite der iranischen Bevölkerung zu stehen. Diplomatie mit der Islamischen Republik, so Pahlavis Kernthese, sei letztlich ein Irrweg. Wer glaube, dieses Regime könne sich mäßigen oder friedensfähig werden, hänge einer Illusion an. Damit setzt Pahlavi auf eine klare Frontstellung: hier das Volk, dort das Regime – und dazwischen ein Westen, der aus seiner Sicht noch immer nicht begriffen hat, dass Verhandlungen mit Teheran nur Zeitgewinn „für die Machthaber“ bedeuten. ...
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