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nd-aktuell 28. Juli 2026, 16.22 Uhr Von Ali Abu Yassin Nicht die Zerstörung der Gebäude und Straßen und nicht das Löschen zahlreicher Flüchtlingslager und Dörfer von der Landkarte sind die schwerwiegendsten Folgen des Krieges. Es ist der Mensch, der durch den Krieg am meisten zu Schaden kam, denn wir sind nicht mehr, was wir einmal waren. Ein erschütterndes Maß der Gewöhnung an ein Leben im Krieg und seine Kultur hat sich breitgemacht, eine Gewöhnung, die sich auf allen Ebenen und im politischen, religiösen und gesellschaftlichen Bereich tief in die Seelen der Menschen von Gaza eingegraben hat. Niemand ist verschont geblieben von den Folgen und Konsequenzen des Krieges. Jeder Tag gleicht dem vorherigen, es gibt nichts Neues. Die Morgen, die ihrer Zeit entflohen sind, kehren zurück, verbergen sich hinter verlorenen Stunden, die vergeblich versuchen, vor Zeit und Ort zu fliehen sowie vor einer Realität, die von allen Seiten vom Wahnsinn umhüllt ist. Wie Sisyphos’ Stein: Kein Ausweg und kein Entkommen, uns bleibt nichts übrig, als zu warten. Ich sprach mit einer Freundin, die in der Westbank lebt. »Verfolgt ihr den Krieg zwischen den USA, Israel und Iran?«, fragte sie mich. »Aber meine Liebe, wir leben doch selbst ungeachtet des in den Nachrichten verkündeten Waffenstillstands noch immer im Krieg«, antwortete ich ihr. »Jeden Tag gibt es Tote und Zerstörung, Seelen, die noch immer von tiefer Trauer ergriffen sind. Und vielleicht ist dieses Grau, in dem wir leben, unerträglicher als der Krieg selbst.« ...
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