Ich wollte die Grundfesten der Welt nicht einreißen, als ich denen, die Kraft ihres Amtes, ihres Besitzes und aller Gewohnheit von Anfang an Recht gehabt hatten, sagte: Ich kann nicht anders; widerlegt mich aus dem Evangelium oder mit klarer Vernunft! Ich hatte einfach nicht anders gekonnt, als mich langatmig widerlegen oder auf der Stelle zerreißen zu lassen. Soweit reichte mein Mut, reichte meine Einsicht.

Daß ich aus Worms entkam, überraschte wohl am meisten mich selbst, und erst als ich von der Reiseroute weg entführt wurde, glaubte ich wieder, Bescheid zu wissen. Dann brachte mich die Wartburg durcheinander. Noch nach Wochen fürchtete ich, von den Söldnern zum Trinken eingeladen, mir aus dem Becher flüssiges Blei ins Maul zu gießen...  

In dieser Verwirrung wurde mir Die Schrift eindeutig. Ich verstand, daß jedermann frei sein müßte im Glauben, ICH sagen müßte, ICH BIN JEDEM GLEICH UND WENIGEN SKLAVE. Ein Unterricht von Jahrhundertdauer, bis dieser Widerspruch allgemein lösbar werden würde.

Und während ich das  in die Jedermanns-Sprache bertrug, trieben Abel Karlstadt und Abel Müntzer die Herden ungeduldiger Bauern in meinen mühsam besorgten Acker, hungrige Herden des  WIR. Das war nur wenig mehr als drei Jahre,  nachdem ich den Grund umgebrochen hatte, und weil ich den Grund meiner Hoffnung für die Welt nicht Wste werden sehen wollte, verzweifelte ich nicht  ob der Düngung mit Blut.  Leicht schrieb sich,  ich wolle der Obrigkeit nicht verwehren, ihre Bauern entgegen allen Evangelien nach Gutdünken zu schlagen und zu strafen: ich konnte es ihr nicht verwehren, - mich aber erhob der Satz ber den Verdacht der Anstiftung. Sicher, die Todsünde des Zorns auf Abel ließ mich schreiben: “Wunderliche Zeiten, da sich ein Fürst den Himmel eher mit Blutvergießen verdienen kann denn andere mit Beten...” ABER ich nannte die Zeiten wunderliche, UND ich behauptete weder, daß Beten der Weg zur Gnade sei, noch, daß Blutvergießen sie sichere. VOR ALLEM aber wußte ich, wie wenig mein Wort gegen Jesu Gebot wog, der Bande solle der Himmel verschlossener sein als ein Nadelöhr dem Kamel! Und  ich gewöhnte mich, mit Schlächtern zu essen, zu trinken, zu scherzen und zu beten, - was leicht war, da Braten und Wein gut waren und an den Fundamenten ihrer Gasthäuser bereits der Grassamen des ICH keimte und aufging. 

An der Nachricht von der Frankenhausen-Schlacht freute mich nur eins: gekämpft und gemetzelt worden war auf einem Berg. Der Ort würde sichtbar bleiben und das Blut der Eiferer würde abfließen, Blut, wie es später in den Wäldern Sibiriens und den Reisfeldern Kambodschas stehen blieb und Millionen ersäufte. Der Scharfrichter verwandelte den Strafstoß der Geschichte, und  das Fußball-Spiel mit Ayatollah Müntzers Kopf ließ mich für die zweite Halbzeit hoffen.

Dieses eine Mal, Abel, hatte ich die Schablone zerbochen, wurde der Leib meiner Seele alt,  fett und  Lesebuchzeichnung für vierhundert Jahre. Dieses eine Mal sah ich noch aufgehen, was ich gesät hatte, bevor das alte Unkraut Amt, Besitz und Gewohnheit alles überwucherte.  Und ich sah die Freunde abfallen von mir und verließ einen kranken,  gescheiterten Mann. Damals verging mein Neid auf deine ewig gleiche Rolle des Auserwählten. Die Neuzeit begann. 

Das Letzte; Pharao;
Am Anfang; Vögelchen;
Nackt; Indianer;
Stalin; Kapitalisten;
Pinguinhahn; Chefarzt;
Hartmutchen; Persien;
Commune; Geil;
Knutschen; Kapital;
Kamel; Frühling;
Iljitsch; Weiß;
Philo; Sie Idiot;
Magenkrebs; Nele;
Königin; Grieche;
Elefant; Robin Hood;
Woman; Mordsleute;
Bulgarien; Marx;
Döbeln; Witwen;
Leopard; Senf;
Jesus; Thyl;
Hunde; Lamme;
Autsch; Platon;
Flußpferd; Saudis;
Tauben; "Arche";
Huacsar; Ratte;
Sihetekela; Lesbe;
Steaks; Giordano;
Linke; Das Recht;
Miststück; Sartre;
Genosse; Libre;
Nebuk...; Chesus;
Lennon; Dr. Schwarz;
Towarisch; Afrika;